Im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Verantwortung übernehmen in einem Europa voller Herausforderungen“ reiste unsere Schülergruppe für eine Woche nach Spanien. Ziel des Austauschs war es, europäische Geschichte und Gegenwart aus unterschiedlichen Perspektiven zu verstehen und Verantwortung im gemeinsamen Europa konkret zu reflektieren.

Nach der Ankunft in Alicante wurden wir von unseren Gastfamilien aufgenommen und schnell in den Alltag vor Ort integriert. Durch die Teilnahme am Unterricht an der Partnerschule erhielten wir unmittelbare Einblicke in das spanische Bildungssystem und arbeiteten eng mit unseren Austauschpartnern zusammen.

Ein zentraler inhaltlicher Schwerpunkt war die Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur. Bei unserem Besuch in Xàtiva beschäftigten wir uns im Rahmen der Ruta de la memoria mit den Folgen des Spanischen Bürgerkriegs und seiner Bedeutung für das heutige gesellschaftliche Zusammenleben. Die Stationen des Rundgangs machten deutlich, wie historische Ereignisse das Leben einer Stadt bis in die Gegenwart prägen und wie wichtig es ist, Verantwortung für Frieden, Demokratie und ein respektvolles Miteinander zu übernehmen. Die anschließende Besichtigung der Burg ergänzte diese Einblicke durch eine eindrucksvolle Perspektive auf die Region.

Weitere Programmpunkte führten uns nach Bocairent. Dort erkundeten wir die historischen Höhlenanlagen Covetes dels Moros, die früher als Getreidespeicher dienten. Beim Durchqueren der engen, miteinander verbundenen Kammern erhielten wir einen anschaulichen Eindruck von der Lebensweise früherer Zeiten und von der Bedeutung dieser Anlagen für die Versorgung der Bevölkerung. Anschließend besuchten wir Ontinyent und lernten weitere Facetten der Region kennen.

Neben den kulturellen Exkursionen nahmen wir regelmäßig am Unterricht teil, arbeiteten in Workshops zu Geschichte und Gesellschaft Europas und verbrachten viel Zeit mit unseren Gastfamilien. Diese persönlichen Begegnungen ermöglichten einen besonders authentischen Einblick in den Alltag vor Ort und stärkten den interkulturellen Austausch.

Den Abschluss der Woche bildete ein gemeinsamer Besuch der Stadt Valencia. Dort besichtigten wir den Mercado Central, die Iglesia de San Nicolás de Bari y San Pedro Mártir sowie die Ciudad de las Artes y las Ciencias. Die Eindrücke dieser Woche haben uns nicht nur fachlich bereichert, sondern auch gezeigt, wie europäische Zusammenarbeit durch Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen lebendig wird.