Login

Login




Registrierung.
. Passwort vergessen?
.

Veranstaltungen

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30

Suche

Suche

Schnellnavigation

YouTube-Kanal

Das Johann-Vanotti-Gymnasium hat einen Kanal bei YouTube. Schauen Sie doch mal vorbei!

JVG-N-Hof
.

Interkulturelles Projekt

Interkulturelles Projekt 1617 001

Wie bringt man den hier in Ehingen wohnenden Flüchtlingen Umweltschutz nahe? Dies war eine der Fragen, mit denen sich der Seminarkurs von Manuela Mayer-Hirschle im Juni 2016 im Rahmen eines "Interkulturellen Projekts" am Johann-Vanotti-Gymnasium beschäftigte. 

 

Zusammen mit Gabriele Volgnandt, der Sprecherin des Helferkreises Panorama-Hotel, und Flüchtlingen vom Panorama-Hotel, die Wortschatzlisten ins Arabische und Farsi übersetzten, stellte sie die Themen zusammen.

 

 

An einem Nachmittag hielten die Schüler ihre Vorträge vor Flüchtlingen und tauschten mit ihnen ihre Erfahrungen aus. Vor der Messe "Ehingen Special" am 15./16. Oktober 2016 kam Anna Lakke, persönliche Referentin des Oberbürgermeisters Alexander Baumann und ehemalige Schülerin des Johann-Vanotti-Gymnasiums, auf den Schulleiter Wolfgang Aleker zu und fragte nach, ob sich die Schulen auch mit einem Projekt zur 'Nachhaltigkeit' beteiligten könnten und wollten.

 

Interkulturelles Projekt 1617 001


Auf einer Stellwand neben den anderen Partnern der "Nachhaltigen Stadt Ehingen" (u.a. BUND, St. Elisabeth-Stiftung) präsentierten die beiden Lehrerinnen die von den Schülern erarbeiteten Folien und zeigten der interessierten Öffentlichkeit, aber vor allem den Flüchtlingen, wie Mülltrennung und Recycling in Deutschland funktionieren.  Die Flüchtlinge selbst nutzten die Gelegenheit, am Nachbarstand von Erdgas Südwest Nistkästen zu basteln, sich über Stromeinsparung zu informieren und sich am Gewinnspiel der Stadt Ehingen mit Fragen zu Umweltthemen zu beteiligen. Bernhard Mittl, Projektleiter des SES Stromspar-Checks Ulm der St. Elisabeth-Stiftung, zeigte sich von der Arbeit der Schüler des JVG sehr angetan: "Sie haben auf sehr anschauliche Weise gezeigt, wie man Müll vermeidet, trennt und recycelt. Am liebsten würde ich die Bildfolien mitnehmen, wenn ich mit den Flüchtlingen einen Stromsparcheck mache, denn viele sind aus Unwissenheit innerhalb kürzester Zeit verschuldet." In den Gemeinschaftsunterkünften ist Mülltrennung im Moment leider noch kein Thema, denn dort stehen nur Müllcontainer zur Verfügung, aber "spätestens wenn sie eine eigene Wohnung haben, dann müssen die Flüchtlinge lernen, wie man den Müll trennt", meinte dazu Nadim Awad aus Syrien, der mittlerweile eine eigene Wohnung in Ehingen hat und sich nun selbst mit dem Thema "Mülltrennung" auseinandersetzen muss. 

 

______________________________

 

Am Nachmittag des 03.06.2016 trafen sich im A-Bau unserer Schule  ca. 16 Flüchtlinge, die derzeit im Panoramahotel in Nasgenstadt sowie in Oberstadion untergebracht sind, sowie unbegleitete Flüchtlinge mit den Schülerinnen und Schülern des Seminarkurses der Jgst. I von Manuela Mayer-Hirschle zum interkulturellen Austausch. Initiiert wurde das Projekt von Gabriele Volgnandt, einer Kollegin am JVG, die in der Flüchtlingshilfe sehr engagiert ist, die entsprechenden Kontakte knüpfen konnte und an diesem Nachmittag alle miteinander bekannt machte.

 

Die Vorbereitungen

Durch vorausgegangene Gespräche und gemeinsame Planungen mit unseren Gästen wurde schnell klar, dass es für die Flüchtlinge sehr interessant wäre, etwas über die Gepflogenheiten und die Kultur in Deutschland zu lernen und so wünschten sie sich Themen wie „Männer und Frauen“, „Kindererziehung“, „Rechte von Jugendlichen“, „Politik und Demokratie“, Mediennutzung und Pressefreiheit“, „Umweltschutz“ und „Höflicher Umgang miteinander“.

 

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten dazu dann kurze Präsentationen. Das war gar nicht so einfach, denn sie sollten in möglichst einfacher und verständlicher Sprache abgefasst sein und gleichzeitig Informationen bieten, von denen die Schülerinnen und Schüler nicht wussten, inwiefern diese für die Gäste interessant und neu oder im Gegenteil aus deren eigenem kulturellen Hintergrund heraus bereits völlig selbstverständlich waren.

 

Gleichzeitig erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler zu jedem dieser Themen entsprechende Vokabellisten (auf Deutsch und Englisch), die von zweien unserer Gäste ins Arabische und ins Persische übersetzt wurden!

Schon die Vorbereitung des Projektes gestaltete sich also als eine für beide Seiten gewinnbringende und spannende interkulturelle Zusammenarbeit!

Für das eigentliche Präsentieren galt es für die Schülerinnen und Schüler, sich an langsames, sehr deutliches Sprechen (Hochdeutsch!) zu gewöhnen.

 

Der Nachmittag

Mit diesen Vorträgen – begleitet von besagten Vokabelblättern und zusammenfassenden Handouts – begann also der gemeinsame Nachmittag und sie waren ein schöner und gelungener Einstieg zu sich anschließenden ungezwungenen Gesprächen in Kleingruppen, in denen das Gehörte vertieft wurde, in denen aber auch die Schülerinnen und Schüler des JVG etwas über die Gepflogenheiten in den Heimatländern ihrer Gäste erfahren durften. In herzlicher Atmosphäre tauschte man sich aus und lernte sich kennen.

 

Dank

Wir danken unseren Gästen, den Flüchtlingen, für ihr Interesse, ihre Herzlichkeit und Offenheit, für die interessanten Gespräche und den schönen Nachmittag.

Ebenso danken wir der Integrationsbeauftragten der Stadt Ehingen, Frau Dr. Ursula von Helldorff, sowie Frau Andrea Schilling von der „Perspektive Willkommen“, unserem Schulleiter Wolfgang Aleker, den Vertreterinnen der Presse sowie den Betreuerinnen und Betreuern der Flüchtlinge für ihre Anwesenheit und ihr Interesse an unserem Projekt.

 

Für den Seminarkurs der Jgst. I

Manuela Mayer-Hirschle

 

Siehe auch: Zeitungsartikel zum 03.06.2016 im Presse-Spiegel!



Autor: reut -- 18.10.2016; 22:14:24 Uhr



  • PDF
.