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Studienfahrt Weimar 2017

Weimar17

„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“ – getreu nach diesem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe brach unsere nette Gruppe von 28 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 1 in Begleitung von Belinda Röseler und Simon Föhr für sechs Tage in die historische Stadt Weimar auf. 

 

 

 

 

 

Tag 1: Ankunft und Programmvorstellung

 

Für unsere Gruppe ging es am Sonntag schon sehr früh los, damit wir an der Jugendherberge der „Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar“ (EJBW) zur Mittagszeit ankamen. Nachdem das Gepäck verstaut war, ging es zum Mittagessen, das nach der langen Fahrt von allen ersehnt wurde. Im Anschluss widmeten wir uns gestärkt dem Programm: Unter dem Motto „Snapshot“ würden wir Schiller, Goethe und das Regime des Nationalsozialismus aus verschiedenen Perspektiven unter die Lupe nehmen und in unterschiedlichen Workshops, die auch Fragen über unsere Identität beinhalteten, schließlich die jeweiligen Hintergründe herausarbeiten. Deswegen wurde die Gruppe halbiert, damit die Arbeitsgemeinschaften überschaubarer wurden, mit denen man während der gesamten Woche zusammen arbeitete. Unsere jeweiligen Mentoren stellten uns nach einer kurzen Vorstellungsrunde den genauen Programmablauf der Woche vor. Nach dem Abendessen hatte jeder die Möglichkeit, freiwillig in den Genuss eines Tuba-Vorspiels im früheren Fürstenhaus und der jetzigen Musikhochschule Weimar zu kommen. Das Ambiente sprach für sich. Doch egal ob im Konzert, auf den Zimmern, in der Stadt oder im Aufenthaltsraum der Unterkunft, überall ließ man den Abend gemütlich ausklingen. Schließlich wurde um 22 Uhr, wie an jedem folgenden Abend, die Anwesenheit der Schüler überprüft, damit endete bereits der erste Tag unserer Studienfahrt.

 

 

Tag 2: Rallye und Identitätsmoleküle

Unser zweiter Tag startete mit einem ausgewogenen Frühstück, um sich ordentlich für die darauffolgende Stadtrallye durch Weimar zu stärken. Zum Glück herrschten angenehme Temperaturen, da jeder die Stadt unter einem bestimmten Aspekt wie bspw. Nationalsozialismus in Weimar, Denkmäler, Bauhaus, Goethe, Maria Pawlowna etc. erkunden durfte. Später wurden die aufgenommenen Fotos und Informationen in der Gruppe vorgestellt, damit jeder einen Überblick von der historischen Stadt Weimar erhalten konnte. Nachmittags befassten wir uns dann eigenständig mit der Frage: „Wer sind ich?“ - dabei lernten wir uns ein Stück selber kennen. Es war sehr aufschlussreich, wie individuell wir alle doch sind. Nach dem gewohnt leckeren Abendessen konnten wir wieder unseren Abend individuell gestalten, wobei erneut ein Konzert, diesmal ein Cello-Vorspiel, auf dem freiwilligen Abendprogramm stand. Diese professionellen Auftritte waren für uns eine einmalige Gelegenheit, da sie gratis waren. Zudem wurde die Innenstadt von uns Schülern noch bis 22 Uhr unsicher gemacht.

 

Tag 3: Weimarer Klassik

Der Dienstagmorgen begann nach dem Frühstück innerhalb der Teilgruppen mit einem Planspiel. Eingeteilt in Bevölkerungsgruppen - Adlige, Kaufleute, Lehrer und Bauern - sollten die Teilnehmer dem Herzog ihre Forderungen und Wünsche in einer durchdachten Argumentation vorbringen, damit es ihrer jeweiligen Gesell-schaftsschicht besser geht. Hierbei diskutierten wir ausgehend von den verschiedenen Standpunkten vor allem über die missliche Lage der einzelnen Stände nach dem Schlossbrand in Weimar und kamen dabei zu dem Entschluss, dass es gar nicht so einfach ist, jedem Stand gerecht zu werden und gleichzeitig das Fürstentum zu retten. Schließlich widmeten wir uns dem literaturhistorischen Höhepunkt der Woche, da die historische Stadt Weimar vor allem durch das gleichzeitige Wirken bedeutender Dichter wie Wieland, Herder, Goethe und Schiller be-kannt wurde. Deswegen besichtigten wir am Vormittag in zwei Rundgängen namens „Phoenix aus der Asche“ den Park an der Ilm, in dem sich unter anderem das Gartenhaus Goethes befindet, dessen Name ohnehin bei-nahe das Synonym zu deutscher Dichtung darstellt. Nach dem Mittagessen erhielt eine Gruppe die Gelegenheit, weiterhin auf den Spuren Goethes zu wandeln und im Zuge dessen konnte sie sein Wohnhaus, in dem er auch gestorben ist, besichtigen, während sich die andere Gruppe Schillers Leben und seinem Wohnhaus zuwandte, das sich ebenfalls in Weimar befindet. Am Nachmittag wurden schließlich die Eindrücke in der Gruppe zusammengetragen, bevor man schließlich zu Abend aß. Wie üblicherweise stand der verbliebene Abend zur freien Verfügung. Wer wollte, konnte ins Kaba-rett zu „Goethe und Schiller – greatest hits“ gehen.

 

Tag 4: Buchenwald

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Nationalsozialismus, der auch in Weimar seine Spuren hinterließ. Unweit der historischen Stadt befindet sich die Gedenkstätte Buchenwald. Nach dem Frühstück erhielten wir mittels eines Filmes und der Analyse von zeitgenössischen Bildern einen ersten Einblick in den grausamen Lageralltag der Häftlinge, um uns im Anschluss auf den Weg zur Gedenkstätte zu machen. Angekommen in Buchenwald erhielten die inhumanen Eindrücke aus dem Film beim Anblick des ehemaligen Konzentrationslagers eine realistische Note. In zwei Gruppen wurden wir durch die Anlage geführt und besichtigten dort unter anderem das Krematorium sowie den großen Appellplatz. Einen bleibenden Eindruck hinterließ das Mahnmal, geplant von Horst Hoheisel und Andreas Knitz, das ganzjährig auf 37°C (Körpertemperatur) temperiert wird, womit man versucht, die Gleichheit und Würde aller Men-schen zu zeigen und eine Verbindung zwischen Opfern und Besuchern verschiedener Nationalitäten und Religionen zu schaffen. Nach dem Mittagessen in der dortigen Cafeteria fanden drei parallele Workshops statt, die allesamt das Lager näher thematisierten. So konnte jeder Schüler den Lageralltag unter einem anderen Aspekt näher beleuchten, beispielswiese fokussierte sich eine Gruppe auf Fundstücke, die im Lager gefunden wurden. Durch die Work-shops wurden die Eindrücke nochmals vertieft, weswegen es ein gelungener Abschluss war, diese Erkenntnisse und Gedanken nochmals nach dem Abendessen zu teilen.

 

Tag 5: Vergegenwärtigung I

Am Donnerstag beschäftigten wir uns in verschiedenen Workshops mit dem Thema „Menschenbild und Vergegenwärtigung“ und entwickelten dieses auf unterschiedliche Art und Weise. Musik, Kunst und Fotografie standen dabei als Medium zur Auswahl. Den ganzen Tag über arbeitete man fleißig an dem Ergebnis und unterbrach seine Arbeit nur, um Essenspausen einzulegen. Am Abend gingen wir in ein Gospelkonzert in der Herderkirche oder wir nutzten wir noch ein letztes Mal die Gelegenheit, Weimar zu erkunden.

 

Tag 6: Vergegenwärtigung II

Unser letzter Tag in Weimar startete wie gewohnt mit einem Frühstück, bevor sich im Anschluss das Plenum zur Präsentation der Workshop-Resultate versammelte. Es war sehr interessant, auf diese Art und Weise mehr über die Arbeit der anderen Gruppen zu erfahren. Nichtsdestotrotz stand der Abschied kurz bevor, über den alle Teilnehmer äußerst traurig waren. Zum Abschluss lässt sich festhalten, dass wir eine sehr spannende, unterhaltsame und interessante Zeit in Weimar verbracht haben, die sicherlich keiner von uns missen möchte, was unter anderem aber auch all den Personen zuzuschreiben ist, die uns während der Woche begleitet oder begegnet sind!

 

(Gezeichnet: Patricia Allgaier)

 

 

Weimar17



Autor: reut -- 16.02.2017; 21:35:48 Uhr



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