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Studienfahrt Berlin 2016

Studienfahrt Berlin 16 001

Gemeinsam mit Frau Ringelsbacher und Herr Pöschl ging es am Sonntag, 23.10.16, morgens auf zur Studienfahrt nach Berlin.

 

 

 

 

Von Ulm aus ging es mit dem ICE in Richtung unserer geschichtsträchtigen Hauptstadt Berlin, in der uns ein, von den Begleitlehrern zu den Schwerpunktthemen Politik und Geschichte vorbereitetes, spannendes Programm erwartete.

 

Nach rund sechs Stunden Zugfahrt kamen wir erschöpft aber dennoch voller Tatendrang in unserem Hotel im Berliner Stadtteil Wedding an. Nach dem Zimmerbezug ging es zur ersten kleinen Tour durch Berlin, wir waren ja schließlich nicht zum Faulenzen so weit gefahren. Nach diesem ersten kurzen Eindruck in das Berliner Stadtleben hatten wir den Abend zur freien Verfügung, was wir auch ausgiebig nutzten. Wie besprochen waren wir um halb zwölf auf unseren Zimmern zur Nachtruhe.

 

Unser erster richtiger Tag in Berlin versprach unter dem Thema „DDR“ ein vielversprechendes Programm. Wir besuchten zuerst in der Bernauerstraße das Dokumentationszentrum zur Berliner Mauer. Die Besichtigung zeigte auf, dass es sich bei der Mauer nicht nur um eine Mauer als solches handelte, sondern um eine Maueranlage mit Wachtürmen und Minenfeldern. Die Ausmaße der Anlage konnte ich keiner vorher vorstellen, zumal wir sie nur aus Geschichtsbüchern kannten. Danach besuchten wir die ehemalige Stasizentrale in der Normannenstraße, in der uns die Arbeitsweise der Staatssicherheit in der DDR erklärt wurde. Den Abend beschlossen wir mit einer Führung im Stasi Gefängnis Hohenschönhausen durch ehemalige Häftlinge, die von Folter und Unterdrückung durch die Satsi aus eigener Erfahrung sprachen und bei der es, in den dunklen Zellen, einigen Schülern eiskalt den Rücken hinunterlief.

 

Am darauffolgenden Tag lag der Schwerpunkt auf der politischen Seite Berlins. Wir besuchten das streng bewachte Bundeskanzleramt, wurden mit der Hoffnung unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel zu sehen, leider enttäuscht.

 

Einen Kontrast bildete das Holocaust Mahnmal. Dort besichtigten wir das bekannte, aus Beton erbaute Stelenfeld und die unterirdisch angelegte Ausstellung der Gedenkstätte. In dieser wurde uns sehr eindrücklich viele Einzelschicksale Jüdischer Familien während des Dritten Reiches und der Schrecken des Holocausts dargestellt. Das Abendprogramm bestand aus einem sehr unterhaltsamen und amüsanten politischen Kabarett, das die Europapolitik höchst bissig, aber gekonnt auf den Arm nahm.

 

Der vierte Tag unserer Studienfahrt gestaltete sich nicht weniger interessant als die vorangegangenen. Wir erhielten Einblick in das Verteidigungsministerium und besuchten das geschichtsträchtige Haus der Wannseekonferenz, in dem die Deportation und Vernichtung der Juden beschlossen und geplant wurde. Zu keinem anderen Zeitpunkt unserer Studienfahrt war uns dieser schreckliche Teil der Geschichte so nah und greifbar.

 

Am nächsten Tag erhielten wir einen interessanten Vortrag im Deutschen Bundestag, dem Zentrum deutscher Demokratie, und konnten anschließend die Kuppel des Reichstagsgebäudes besichtigen. Wegen des schlechten, nebligen Wetters war die Aussicht allerdings nicht ganz so eindrucksvoll, wie sie es wohl hätte sein sollen.

 

Am Nachmittag besuchten wir dann noch das Berliner Olympiastadion. Es war ausgesprochen spannend, mal hinter die Kulissen blicken zu können: Mannschaftsräume, gigantischer Whirlpool, Aufwärmbahn usw. Nicht weniger interessant die Preise für einen VIP-Platz… wer nicht weiß, was er mit 20.000 Euro machen soll, kann sich für das Geld einen Sitzplatz im VIP-Bereich gönnen. Schlusspunkt des Tages war der Besuch der live-Sendung „Maybrit Illner- Der Polit-Talk im ZDF“. Befremdlich waren die extrem hohen Sicherheitsbestimmungen: keine Jacken, kein Handy, keine Taschen, noch nicht mal der Geldbeutel war erlaubt.…. Lebt Frau Illner so gefährlich? Auch innerhalb des Studios wurde nichts dem Zufall überlassen. Die Sitzplätze wurden zugewiesen, dass Klatschen musste zuerst geprobt werden, es gab unzählige Kameras im Raum und selbst die Kleidung eines Mitschülers musste für die Kameras angepasst werden.

 

Am Freitag fuhren wir dann voller neuer Eindrücke wieder nach Ehingen mit der Bahn zurück und waren trotz der gelungenen Studienfahrt froh, wieder zuhause zu sein.

Übrigens war die Deutsche Bahn sowohl auf der Hin- wie Rückfahrt superpünktlich, sodass wir auf der Rückfahrt sogar den knappen Anschluss Ulm bekamen. Nur Frau Ringelsbacher war darüber mäßig begeistert: sie verlor damit ihre Wette, die sie mit Herrn Pöschl abgeschlossen hatte.

 

Felix Fisel, Neven Krznar

 

Studienfahrt Berlin 16 001



Autor: reut -- 26.11.2016; 18:17:17 Uhr



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