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JVG-N-Hof
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Griechisch am JVG

 

– älteste an unserer Schule unterrichtete Sprache.

– älteste überlieferte europäische Sprache.

– als 3. Fremdsprache ab Klasse 8.

– Abschluss des einführenden Sprachkurses in der 10. Klasse mit dem Graecum

 

–  –  –  –  –  –  –

»Griechen«? »Hellenen«??

Wer weiß nicht, was sie/er tut?

Wem bringt Griechisch was?
Der »Deutsche Altphilologenverband« zu Griechisch in der Schule

 

Was nun – »Griechen« oder »Hellenen«?

 

Wie die meisten Fremdsprachen die Deutschen nicht »Deutsche«, sondern »Germanen« oder »Alemannen« nennen, so heißen auch die Griechen nur bei den Anderen »Griechen« (engl. Greeks, franz. Grecs, ital. Greci, span. Griegos). Sie selber nennen sich »Hellenen« (in der Antike »Héllänes«, heute »Éllines«; ihr Land nennen sie Hellas [agr. Hellás / ngr. Elláda: Ἕλλας/Ελλάδα]).

 

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οὐ γὰρ οἴδασιν τί ποιοῦσιν.  –  »... denn sie wissen nicht, was sie tun.« 

 

Wer weiß nicht, was er/sie/es tut?
Welche Leute wissen nicht, was sie tun??

Diejenigen Leute, die griechisch sprechen!

 

Weil nämlich immer Alle schon griechisch sprechen, deswegen lernen so wenige Leute die griechische Sprache nochmal »extra«, von Grund auf. Praktisch jeder spricht griechisch und kaum jemand weiß es!

Die meisten Leute bei uns können lesen und schreiben. Wer es nicht kann, ist ein »Analphabet«; und wer das von jemandem sagt, spricht griechisch. Statt »ABC« kann man bekanntlich auch »Alphabet« sagen: »Alpha« und »Beta« sind nämlich die ersten zwei Buchstaben des griechischen Alphabets. (Zweiundzwanzig weitere folgen.) Alpha und Beta sehen als Großbuchstaben auch noch aus wie das lateinsche »A« und »B«; nur wenn man sie klein schreibt, sehen sie etwas exotischer aus: »α« und »β«. Die meisten lernen die ersten paar griechischen Kleinbuchstaben im Mathematik-Unterricht kennen, wenn in Geometrie die Winkel behandelt werden. Sie bekommen griechische Buchstaben-Namen: das Dreieck drei, das Viereck vier, das Achteck acht: α β γ δ ε ζ η θ; meistens wird es allerdings bei der Kenntnis der ersten drei, vier oder fünf Buchstaben bleiben.

Will man von den Grundsätzen eines Wissensgebiets sprechen, redet man vom »A und O«; damit meint man aber nicht den ersten und den fünfzehnten Buchstaben des lateinischen Alphabets, sondern den ersten und den letzten des griechischen: Alpha und Omega, »Anfang« und »Ende«: Α – Ω.


Und damit sind wir schon in der christlichen Theologie, denn Jesus sagt von sich im letzten Buch der Bibel, der Apokalypse des

Johannes (22,13): »Ich bin das A und O« – ἐγὼ τὸ ἄλφα καὶ τὸ ὦ, ὁ πρῶτος καὶ ὁ ἔσχατος, ἡ ἀρχὴ καὶ τὸ τέλος.

 

Alpha_Omega__Chi_RhoAuf dieser Inschrift flankieren das Alpha und das Omega ein anderes bekanntes Symbol: Ein ineinandergeschriebenes Buchstaben-Paar, das nicht »Ix-Pe« heißt, sondern (griechisch) »Chi-Rho« (ΧΡ), die ersten zwei Buchstaben des »Gesalbten«, des ΧΡΙΣΤΟΣ (Χριστός).
Interessanterweise findet sich diese Inschrift nicht in Griechenland, sondern in Rom; es handelt sich um eine Grab-Inschrift in der Domitilla-Katakombe.

 

Zurück zum Analphabeten! Vor dem »Alphabeten« hat er ein »An-«. Dieses griechische »an-« (ἀν-) oder auch »a-« (ἀ-) entspricht unserem deutschen »un-" (wie in »un-möglich«, »un-abhängig«, »un-gern«, »un-verschämt«), verneint also das entsprechende nachfolgende Wort. Der An-alphabet, ist also ein »Nicht-Alphabet«isierter, einer, der das Alphabet (und damit das Lesen und Schreiben) nicht beherrscht.

Griechische Philosophen (und damit frühe Naturwissenschaftler) meinten, die Welt (der Kosmos: ΚΟΣΜΟΣ / ὁ κόσμος) bestehe aus kleinsten, unteilbaren Teilchen. Diese nannten sie A-tomos (wörtlich: »un-schneidbar«): ἄτομος.

Im Gegensatz dazu ist der Ana-tom ein »Auf-schneider«. Er sagt von sich: ἀνατέμνω (anatémno). Und seine Tätigkeit ist die ἀνατομή (anatomé).

Im Zusammenhang mit Anatomie ist bei uns oft von Autopsie die Rede. Es handelt sich dabei um keine Auto-psie, sondern um eine Aut-opsie. autós (αὐτός) heißt »selber« und »op-« kennen wir von der »Op-tik«. Wer eine Aut-opsie durchführt, verlässt sich also nicht auf den Bericht eines Anderen, sondern nimmt den fraglichen Gegenstand selber in Augenschein (aut-opsia: αὐτ-οψία ).

 

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[ Fortsetzung folgt! ]

 

Wem bringt Griechisch was?

 

Griechisch ist etwas für Schüler/innen, die

  • gerne lesen.
  • sich für Geschichte (engl. history) interessieren.
  • sich für Geschichten (engl. stories) interessieren.
  • den Dingen gern auf den Grund gehen.
  • sich lieber einen eigenen Eindruck machen wollen.
  • lieber selber denken, selber schauen (αὐτοψία), selber entscheiden (αὐτονομία).
  • an »allgemeinen« Fragen interessiert sind (d. h. beispielsweise an religiösen, philosophischen, kosmologischen).
  • biographische Verbindungen mit dem Griechischen haben, weil sie griechische Vorfahren haben oder türkische oder italienische oder spanische oder nordafrikanische ...
  • mit Latein noch nicht tief genug in die Welt der Antike eintauchen konnten.
  • trotz Latein oft den Mangel an Verständnis für wichtige Quellen der römischen Kultur empfunden haben.
  • ohne Latein endlich selber einmal Zeitreisen unternehmen wollen, die mehr als zwei, drei, vier Jahrhunderte zurückgehen.
  • ein »musisches« Sprachfach lernen wollen (vielleicht auch, weil sie wissen wollen, was »Musik« eigentlich bedeutet).
  • an einem Fach interessiert sind, das nur jede/r hundertste Schüler/in an deutschen Gymnasien lernt.
  • ein Fach lernen wollen, von dem sie vorher nicht wissen, was es ihnen bringt, und von dem sie hinterher merken, dass es ihnen auf Schritt und Tritt Einsichten bringt, mit denen sie nicht gerechnet hätten.
  • sich etwas Exklusives leisten wollen, was kein Geld, sondern »nur« Zeit und Fleiß kostet. (Trotzdem ist es für Griechisch nie zu spät. Wer es an der Uni lernt [oder lernen muss], darf dafür ein Jahr veranschlagen; manche Leute lernen es auch erst nach ihrem Arbeitsleben: Cato maior oder I. F. Stone )

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Was der

»Deutsche Altphilologenverband«

zu Griechisch in der Schule weiß:

 

Was macht den Griechischunterricht so unverwechselbar?

Griechisch an der Schule

Die aktuellen Rahmenbedingungen des Griechischunterrichts

 

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... demnächst mehr und genaueres!

 

[Rom, 03.04.2015, 16.30 h]



Autor: weng -- 03.04.2015; 16:27:24 Uhr



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